Halogene
Gruppe:
VIIa
 
Fluor
Periode:
2
 
 
 
 
 
 
 
Ordnungszahl
Massezahl
Name
Schalen-Ordnung
 
9
18,998
F
2 | 7
 
 
 
 
 
 
 
Nichtmetall
Fluor
Gas, blassgelb
 
 
 
 
Die Anwendung des chemischen Elements Fluor als Flussmittel beim Schmelzen von Eisen ist seit 1530 durch Georgius Agricula belegt. Allerdings benutzte dieser ein Salz des Fluors, den Flussspat. Aus dieser Anwendung ergibt sich sein Name, der sich vom lateinischen »fluo«, fließe, herleitet. Fluor als reines chemisches Element zu gewinnen, gelingt erst Henri Moissan im Jahr 1886.
Der Grund hierfür ist, dass Fluor das angriffslustigste, bindungsaktivste unter allen chemischen Elementen ist. Selbst vor Edelgasen macht der Stoff nicht Halt. Es korrodiert Platin, dem die meisten anderen Elemente nichts anhaben können. In Fluorgas fangen Holz und Gummi an zu brennen, selbst Asbest beginnt zu glühen. So kommt Fluor auf der Erde auch nicht elementar vor, sondern nur in seinen Verbindungen. In ihnen steckt zu 100% das einzige von Fluor bekannte Isotop 19F. Radioaktive Isotope des Fluor sind künstlicher Natur.

Die Liste der technisch relevanten Fluorverbindungen ist lang. Negative Schlagzeilen machten die Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW), die als Kühl-, Treib- und Lösungsmittel Einsatz fanden, und deren Chlorkomponente die Ozonschicht der Erde zerztört, ebenso wie die von kranken Gehirnen erdachten und eingesetzten, militärisch genutzten Nerven-Kampfstoffe Sarin und Soman sowie weitere hochwirksame Gifte.

Freundlichere Anwendungen sind Fluoride zum Schutz der Zähne in Zahncremes. Die Herstellung von Schmiermitteln für Festplatten in Computern und der Einsatz des Fluors bei der Herstellung von Flüssigkristallen bei LCD-Monitoren.
 
 
 
 

 
Fluor
 
 
 
 
Dichte bei 0°C
Schmelztemperatur
Siedetemperatur
 
 
1,7 kg/dm³
-220°C
-188°C
 
 

 
 
 
 
 

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