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Weitere
Hinweise:
Im
Altertum wurde Silber vorwiegend in Spanien und Griechenland
gefunden. Im späten Mittelalter kam es aus dem Harz und dem
Erzgebirge. Heute versorgen die USA und Mexiko fast die ganze
Welt mit Silber. Das Metall kommt selten gediegen vor. Für
die Silbergewinnung sind gewisse Kupfer-, Nickel-, Zink- und
Bleierze, vor allem der Bleiglanz, der bis zu 3,5% Silber
enthält, wichtig. Daneben kennt man noch eine Anzahl
anderer Silbererze wie Silberglanz Ag2S, Hornsilber
AgCl und die Rotgülterze Ag3As3 und
Ag3SbS3.
Silber
wird durch die sogenannte Parkesiermethode gewonnen. Hierbei
wird aus silberhaltigem Blei und Zink eine Zinklegierung
hergestellt, aus der sich durch Destillation das schwerer
verflüssigbare Silber gewinnen lässt.
Silber
ist ein sehr weiches Metall und wird für
Gebrauchsgegenstände und Münzen mit ca. 20% Kupfer
versetzt. Seine industrielle Hauptanwendung findet es jedoch in
der analogen Fotoindustrie wo es zu lichtempfindlichen Schichten
für Filme und Fotopapiere eingesetzt wird. 1975
verbrauchten die Kodak-Werke wöchentlich ca. 100t Silber
zur Herstellung solcher Emulsionen. Mit der Einführung der
digitalen Fotografie hat dieser Wert inzwischen stark
abgenommen.
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