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Der
Name Thallium ist vom griechischen »thallos«,
abgeleitet, was junger Sprössling bedeutet und sich auf eine
leuchtend grüne Linie im Spektrum von Thallium bezieht.
Entdeckt wurde das Element 1862, in unabhängiger Arbeit, von
gleich zwei Chemikern. Dies waren der Engländer Sir William
Crookes und der Franzose Auguste Lamy.
Natürliche
Mineralien mit genügenden Anteilen des Elements sind
Crookesit, Lorandit und Hutchinsonit. Die benötigte
jährliche Menge von etwa 5 Tonnen soll ein Nebenprodukt
der Kupfer-, Zink- und Bleiverhüttung sein. Thallium kommt
dabei zu 70,5% 205Tl und zu 29,5% als stabiles 203Tl vor.
Natürliche radioaktive Isotope kommen nur in verschwindenden
Mengen vor. Künstliche radioaktive Isotope stammen aus
menschlichen Experimenten.
Thallium
und seine Verbindungen sind starke Gifte. So wird Thallium3sulfat
Tl2(SO4)3 als Gift zur
Bekämpfung von Ratten, Mäusen und Kellerasseln
eingesetzt. Geruchlos und ohne Geschmack wird es mit Stärke,
Zucker, Glyzerin und Wasser vermischt und ausgelegt.
Freundlichere Einsatzbereiche liegen bei der Herstellung von
Gläsern, die bei geringen Temperaturen schmelzen, solchen,
die Infrarotlicht durchlassen und Gläsern für Linsen
mit hoher Brechungszahl. Beispiele sind Faxgeräte und
Fotokopierer.
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